So finden sich auch in Berlin regelmäßig einige ausgeprägte Persönlichkeiten mit dem gemeinsamen Nenner "Anwaltsberuf" zusammen und klönen über die Lasten und Freuden der Anwaltschaft.
An einem dieser Tage im Lenz 2006 traf es sich, dass in einer Kreuzberger Kneipe wieder ein paar Robenträger zusammen saßen, das anwaltliche Gewand in die Tasche geknüllt, vielleicht ein wenig bierseelig und dabei - man mag es kaum glauben - die anwaltlichen Themen hinter sich gelassen hatten. Tatsächlich wurde nach etlichen Meinungsverschiedenheiten zu den jüngsten Stilblüten der Richter und Kollegen ausgelassen über neue und alte Erfolge im Breitensport parliert.
"... Och, ich bin doch neulich beim XY-Lauf die 10 km mit gerannt" schallte es da
- selbstverständlich ohne zu offenbaren, dass der dabei erzielte Platz im hintersten 10-tel des Starterfeldes lag und es aufgrund der Erschöpfung zu keinem weiteren Kilometer mehr hätte kommen können. Die "Oh's" und "Ahs" artig abwartend berichteten die Anwesenden über weitere Heldentaten, bis sich der Eine oder Andere als leidenschaftlicher Hobby-Inlineskater mit beachtlichen Ambitionen entpuppte.
Da fiel das Stichwort Berlin-Marathon. Gleich flammten einige Kollegen in sachter Leidenschaft auf. Der Kollege H. aus B. nutzte die Gunst der Stunde und rang einem nach dem anderen das Versprechen ab, diesem sportlichen Event im Team der Anwälte - und ohne Zuhilfenahme eines Verbrennungsmotors - beizuwohnen.
Ein Name für dieses Vorhaben war gleich gefunden und wie ein Wunder war die passende Domain auch noch frei.
So begab es sich, dass an einem unsportlichen Abend eine sportliches Ziel gesteckt wurde...